Friedenskirche

Ca. 800 Bürger leben in dem kleinen Ort. Davon gehören ca. 230 Einwohner der evangelischen Kirchgemeinde an. Das Pfarrhaus ist seit Dezember 2009 nicht mehr Pfarrsitz des Kirchspiels.



Adressdaten


  • 99100 Bienstädt
    Kirchplatz

Beschreibung


Die langjährige Pastorin Dreyer ist mittlerweile im Ruhestand. Das Bienstädter Pfarrhaus müsste dringend rekonstruiert und der Gemeinderaum vergrößert werden. Hier ist Treffpunkt für die Gemeindeglieder, für Christenlehre, Seniorenkreis und Gottesdienste in der kalten Jahreszeit. Die Kirche ist nicht heizbar und ein Gemeinderaum im Pfarrhaus daher unverzichtbar.

Das Wahrzeichen ist die Friedenskirche
Den Namen Friedenskirche wählten die Bienstädter Bürger mit dem tiefen Wunsch nach friedevollen Zeiten für sich und ihre Kirche aus. Denn nach den Napoleonischen Kriegen, in denen auch der Ort und seine Bürger sehr gelitten hatten, konnten die Bienstädter 1814 nach drei Jahren Bauzeit ihre wieder aufgebaute Kirche weihen. Dringend wurde sie gebraucht, da die alte Johanneskirche längst zu klein und baufällig geworden war. So konnten sich die Menschen an dem aus Natursteinen und im sogenannten Bauernbarock errichteten Gotteshaus erfreuen.

Seit 1802 riefen drei Glocken die Bienstädter zur Kirche. Die größte dieser drei wog zehn Zentner und trug die Aufschrift: "Gott segne und erhalte Bienstädt".
Der Glockendreiklang verstummte im Kriegsjahr 1917. Viele Menschenleben und andere Opfer hat dieser barbarische Krieg auch in Bienstädt gekostet. Neben den beiden großen Glocken waren auch 103 Orgelpfeifen und 95 Pfund Blitzableiter abzuliefern.

Die Chronik kann nur den materiellen Verlust festhalten, wie viel Menschlichkeit und Hoffnung, wie viel Glaube und Vertrauen in diesen Kriegszeiten verloren gingen, weiß Gott allein! Die Kirchenfassade trägt noch heute die Spuren der Einschläge. Wer sich jedoch von der Fassade nicht abschrecken lässt, den erwartet ein freundlicher Innenraum, der 1991 renoviert worden ist. Zurzeit steht nur eine kleine elektronische Orgel zur Verfügung, eine Restaurierung der alten Kirchenorgel steht noch aus.

Die Kirchgemeinde Bienstädt freut sich über eine lang über 25-jährige gute freundschaftliche Verbindung mit der Partnergemeinde Hohebach in Württemberg.
2008 wurde das Kirchendach restauriert. Die Gauben repariert und neue Fenster eingesetzt. 2009 wurde dann der Mittelresalit auf der Friedhofseite restauriert. Jetzt sieht man, wie die Kirche einmal aussehen wird. Weiter Instandhaltungsarbeiten laufen derzeit. Eine Besonderheit für unser Dorf ist der nach ihm benannte Wehrturm auf dem Kamm der Fahner Höhen, der vor Jahrhunderten zum Schutze der Stadt Erfurt und seiner Handelswege angelegt worden war.

Die „Bienstädter Warte“ ist, einer schönen Tradition folgend, jedes Jahr zu Himmelfahrt der Ort des ersten gemeinsamen Freiluftgottesdienstes und Familientages in unserem Kirchgemeindeverband „Fahner Land“. Regelmäßig nehmen auch aus benachbarten Gemeinden und auswärtige Gäste daran teil. Mit Posaunen, Chor und Anspielen erfreut er sich großer Beliebtheit. Im Anschluss ist dann Gelegenheit bei Kaffee und Kuchen und Beschäftigung für die Kinder, einen schönen Nachmittag zu erleben.