27.03.2026
Bibelwoche 2026 - Das Buch Ester

Impressionen aus der Bibelwoche 2026 zum Buch Ester

Montag Eschenbergen

Wir lernten Ester kennen. Ein Waisenkind, dass bei seinem Onkel heranwächst und zu einer sehr schönen jungen Frau wird.

Sie wächst in einer Familie in Babylon auf, die zu den gefangenen Hebräern, dem gefangenen Volk Israel gehört. Immer wieder stellt sich für diese Menschen die Frage, welche Beziehung sie zu ihrem Gott haben können und ob Gott noch immer für sie da ist, trotz Gefangenschaft, trotz Demütigung durch die Babylonier.

Diese Frage steht auch für uns, in einer Welt, in der wir oft wie Fremde sind. Wo machen wir mit und wo nicht. Wie gestaltet sich unsere Beziehung zu Gott, den wir manchmal als verborgenen Gott erleben.

Ester bekommt die Möglichkeit zum Königshof zu kommen und dem König als potenzielle Königin vorgestellt zu werden. Soll sie mitgehen oder soll sie offenlegen, dass sie zu den Gefangenen im Land gehört und deswegen wohl nicht als Königin in Frage kommt?

Welches ist der Weg, den Gott mit dieser Frau vorhat? Was könnte und was darf für Ester Motivation sein, an den Königshof zu gehen?

 

Dienstag Großfahner

Ester, ist inzwischen eine erwachsene Frau. Sie hat alle Prozeduren zur Vorbereitung für die Vorstellung beim König mitgemacht, wie andere Frauen auch. Welches wird nun ihr Platz? Der König ist von ihrer Ausstrahlung beeindruckt und wählt sie als neue Königin aus.

Aber was wie im Märchen begann, muss sich nun in der rauen Realität beweisen. Diejenigen im Land, die die Juden hassen, drängen den König zur Auseinandersetzung mit den Gefangenen. Insbesondere die Juden, die Ehrbezeugungen gegenüber dem König und den hohen Staatsbeamten verweigern sind den Judenhassern ein Dorn im Auge. Esters Onkel gehört ebenso dazu wie andere. Deswegen reden die hohen Staatsbeamten dem König ein, dass die Gefangenen ungehorsam sind und dem Land schaden. Sie überreden den König eine Verordnung zu erlassen, die die Tötung aller Juden im Land verlangt. Ester wird von ihren Leuten gebeten zum König zu gehen und für die Juden zu bitten. Das allerdings kann ihr das Leben kosten.

An welchem Punkt sind wir gefordert, mit aller Konsequenz für unseren Glauben einzustehen? Uns sind viele Erfahrungen aus der Vergangenheit eingefallen, in den wir vor kleinen und großen Herausforderungen standen, wenn wir unseren Glauben nicht verleugnen wollten. Auch heut müssen sich Menschen und müssen wir uns entscheiden, ob wir auf die Stimme Gottes hören können und wollen.

 

Mittwoch in Pferdingsleben und Gräfentonna

Ester kann nicht anders, sie beschließt mit dem König zu reden, selbst wenn es ihr Leben kosten sollte. Sie ist nicht nur schön, sondern auch klug und so lädt sie den König zu Gebäck und Wein oder Kaffee. Auch den stärksten Hasser der Juden lädt sie mit ein. Es gelingt Ester eine gute Atmosphäre zu schaffen und den König und seinem Beamten vor Augen zu führen, welchen Vorteil er und das Land von der Arbeit und dem Engagement der fleißigen Juden hat. Sie schafft es zu verdeutlichen, dass es von Vorteil für das Land ist, wenn die Gefangenen am Leben bleiben. Auf diese geschickte Weise kann sie den Genozid abwenden. Die Juden haben deshalb das Purimfest eingerichtet, um sich an Gottes Wirken durch Ester zu erinnern und die Dankbarkeit über die Abwendung des großen Schreckens zu feiern.

Im Gespräch zeigten sich alle Teilnehmenden vom klugen Vorgehen Esters beeindruckt. Für uns steht im Raum, das aus solchen Erfahrungen wohl das Gebot der Feindesliebe erwachsen ist. Nicht gegen die Widersacher zu agieren sondern mit ihnen eine Lösung zu suchen, die allen gerecht wird, dass ist die Idee, die wir mitnehmen. Für uns selber wird Ester zum Vorbild, um nicht aus Ärger heraus zu agieren, sondern zunächst immer die Frage zu stellen, welchen Schritt Gott uns nahelegt.

In Gräfentonna ist die Gruppe zu dem Schluss gekommen, dass wir unsere Wendepunkte im Leben mehr erinnern und feiern sollten, um sie bewusst zu halten.

Tage oder Wochen wo es uns am Anfang schlecht ging und es sich am Ende doch positiv gefügt hat sollen wir bewusste wahrnehmen und der Dankbarkeit dafür Raum geben

 

Resümee

Alle Teilnehmenden sind dankbar dafür, dass wir durch die Bibelwoche das biblische Buch Ester entdecken konnten. Der Austausch und die Gespräche mit Tiefgang während der Bibelwochenabende sind eine Bereicherung für jede und jeden gewesen. Wir freuen uns, wenn unsere Erfahrung sie inspiriert und zum Bibelstudium einlädt.

 

Zusammenfassung des Inhalts des Buches Ester durch Wikipedia:

(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Buch_Ester)

Das Buch Ester bzw. Esther[1], hebräisch מְגִלַּת אֶסְתֵּר məgillat ʾæster, ist ein Buch der Bibel, das von den Gefährdungen, aber auch Möglichkeiten des Lebens in der antiken jüdischen Diaspora erzählt. Der loyale Hofbeamte Mordechai und die schöne und mutige Königin Ester vereiteln den vom Großwesir Haman geplanten Genozid an den Juden im Perserreich. Am Ende der Erzählung sind alle Feinde tot, die Juden sind geachtet und glücklich, viele Proselyten schließen sich ihrer Religion an, und das Purimfest wird als jährliches Freudenfest gefeiert, das an Esters Tat erinnert.

Friemar/Gräfentonna 27. März 2026