St. Petri

Wo heute unsere Kirche steht, war früher eine klösterliche Anlage mit einer zugehörigen Kapelle. Im Jahr 1497 wurde diese Kapelle im gotischen Baustil zur Kirche umgebaut. Seither verleiht sie dem Ort weithin sichtbar eine markante Silhouette. Der Turm mit seiner auffallend hohen Spitze wurde zur Zeit des 30-jährigen Krieges als Wehr- und Beobachtungsturm genutzt. Es erfolgten verschiedene Veränderungen in der Ausgestaltung des Kirchenschiffes. 1696 wurde die erste umfassende Renovierung der Kirche durchgeführt.



Adressdaten


  • 99869 Ballstädt
    Rittergasse 5

Beschreibung


Auf der Gedenktafel zur Erinnerung an die Erbauung der Kirche ist zu lesen:

„Nun Herr habe an zu segnen dies Haus,
dass es ewiglich sei vor dir,
denn was du, Herr segnest, das ist gesegnet ewiglich.“

Aus Anlass des 500-jährigen Gründungsjahres wurden 1996/97 umfangreiche Renovierungsarbeiten an der Kirche durchgeführt und eine elektronisch gesteuerte Uhr sowie Läute Anlage eingebaut. Im September 1997 gestalteten örtliche Vereine, die Kommune und die Kirchgemeinde gemeinsam eine Festwoche. Auch des 1175-jährigen Ortsjubiläums wurde mit einem Festgottesdienst, einer Ausstellung zur Kirchen- und Ortsgeschichte gedacht. Ein Heimatabend und ein historischer Umzug, sowie die Herausgabe der Ortschronik waren Bestandteil des Festprogramms.
Das 7. Kreissängertreffen der Chöre rundete die Feierlichkeiten ab.

2006 waren wegen Dachschäden dringende Reparaturarbeiten am Turm nötig.

Im Ort leben knapp 700 Menschen, etwa die Hälfte davon gehört der evangelischen Kirchgemeinde an. Die Ballstädter Christen und alle Interessierten sind eingeladen, über Leben und Glauben miteinander im Gespräch zu sein und gemeinsam an kirchlichen Festen und im Gottesdienst zu singen, zu beten und zu musizieren.

Im Oktober feiert Groß und Klein in Ballstädt das Kirchweihfest, das Jubiläum der Weihe unserer Kirche mit Gottesdienst, Musik, Tanz und Fröhlichkeit, sowie dem Gedenken an die Gefallenen beider Kriege. Das Denkmal befindet sich vor der Kirche.

Die Historische Ratzmann-Knauf Orgel von 1836

In der Kirche von Ballstädt befindet sich ein bemerkenswertes historisches Instrument. Ein Musterbeispiel für die reiche Orgellandschaft in Thüringen. Das Gehäuse, das stilistisch zum Baujahr passt, verrät, dass der Prospekt einst klingend konzipiert war und später stillgelegt wurde. Interessant ist, dass alte Aussparungen erkennen lassen, dass die ursprüngliche Orgel mit 30 Registern größer war als die gegenwärtige. Auch das Pfeifenwerk verrät zwei verschiedene Erbauer. Die Königin der Instrumente wurde von 2009 bis 2012 ausgebaut und umfassend restauriert und am 15. Juli 2012 mit einem Festgottesdienst und Gemeindefest wieder eingeweiht.

Dass die Ballstädter Kirche ihr Schmuckstück im geplanten Zeitraum wieder bekam war nur möglich, weil sehr viele Menschen sich für dieses ambitionierte Projekt engagiert haben. Die Gemeinde, ihre Einwohner, Firmen, Vereine und andere Förderer haben die Orgelsanierung unterstützt. Seither erklingt Sie wieder in voller Klangschönheit bei Gottesdiensten, Konzerten, Musikfesten und zur jährlichen Orgelnacht.

Gemeindeleben

Die eigenständige Pfarrstelle Ballstädt musste im Zuge einer Strukturreform 2001 aufgegeben werden, seitdem bilden die Orte Ballstädt, Eschenbergen und Molschleben gemeinsam das Pfarramt Molschleben und gehören dem Kirchengemeindeverband „Fahner Land“ mit seinen 11 Gemeinden an. Der Gemeindekirchenrat leitet mit dem zuständigen Pfarrer die Geschicke der Kirchgemeinde. Mit unseren Nachbarkirchgemeinden des Verbandes verbinden uns vielfältige Kontakte, die in gemeinsamen Gottesdiensten, Veranstaltungen und der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie anderen Aktionen ihren Ausdruck finden. Mit verschiedenen geistigen und kulturellen Angeboten bereichert die Kirchgemeinde, auch in Zusammenarbeit mit Ballstädter Vereinen, das Leben unseres Dorfes.

Pfarrhaus

Gleich neben der Kirche befindet sich das alte Pfarrhaus, das im unteren Bereich von der Kirchgemeinde genutzt wird. Die ehemalige Pfarrwohnung im Obergeschoss wird von einer Familie als Wohnraum genutzt. In den zurückliegenden Jahren wurde viel in und am Pfarrhaus erneuert und renoviert. Es wurde viel Arbeit und Geld investiert um dieses ehrwürdige Objekt zu erhalten und zweckmäßig zu nutzen.

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