St. Bonifatius

130 der rund 300 Einwohner von Tröchtelborn gehören der Kirchengemeinde an. Es gibt einen engagierten Gemeindekirchenrat, einen Kirchenchor und einen Seniorenkreis. In der kleinen Gemeinde wird eine rege Zusammenarbeit zwischen der Kirchgemeinde, der Kommune, dem Heimat-und Kulturverein und der Feuerwehr gepflegt.



Adressdaten


  • 99869 Tröchtelborn
    Lindenstraße

Beschreibung


Kirche St. Bonifatius
Die Kirche ist das Wahrzeichen des Ortes. Sie wurde nach Bonifatius benannt, dem Mönch und späteren Bischof von Erfurt. Er wirkte in der Zeit um 800 in dieser Gegend. Der Turm, als ältester Teil der Kirche, ist in seinen Grundmauern 1000 Jahre alt. Die Kirche, wie wir sie heute sehen, wurde in den Jahren 1604 bis 1612 an den alten Turm angebaut.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche beschädigt, damals nur sehr notdürftig repariert und Ende der achtziger Jahre baupolizeilich gesperrt - der Ringanker des Kirchenschiffs war verfault und der Turm hatte einen großen Riss. Doch dank der Initiative vom damaligen Pfarrer Andreas Berger und der tatkräftigen Unterstützung der Einwohner, sowie der Partnergemeinde Unterensingen gelang es, das Gotteshaus Mitte der neunziger Jahre wieder neu erstrahlen zu lassen und für Gottesdienste, Konzerte oder andere Veranstaltungen zu nutzen.

Volckland-Orgel
In der Tröchtelborner Kirche befindet sich eine sehr wertvolle Orgel, die zwischen 1757 und 1767 von Orgelbaumeister Volckland aus Erfurt gebaut wurde. In den Jahren 1994 bis 1996 wurde sie umfassend restauriert. Dass sie über eine große Menge originaler Substanz aus ihrer Erbauungszeit verfügt, macht sie einmalig und Organisten aus der ganzen Welt interessieren sich für das Instrument.
Jährlich finden hier verschiedene Veranstaltungen sowie die Konzertreihe „Orgelnacht“ statt. Diese findet in verschiedenen Kirchen des Kirchgemeindeverbandes statt, die über eine renovierte Orgel verfügen.

Das Pfarrhaus in der Nähe der Kirche wurde im Jahre 1572 erbaut. Ein berühmter Bewohner war in den Jahren 1610 bis 1621 Michael Altenburg. Als Pfarrer und Komponist gehört er zu den bedeutenden Komponisten des Frühbarocks. Die bemalte Vertäfelung des Altenburgschen Wohnzimmers (Bohlenstube) ist noch in ihrem Originalzustand erhalten. Dieses Zimmer wird als Winterkirche, für Proben des Kirchenchores oder Treffen von Seniorenkreis und Gemeindekirchenrat, sowie für kleinere Feierlichkeiten genutzt. Hinter dem Pfarrhaus befindet sich ein idyllisch gelegener Garten mit Nebengebäude und Laubengang.

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